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Auch wir machen Soja heimisch

Viele von euch werden sich gar nicht mehr an Daniels und meine E-Mail vom Mai erinnern, aber auch wir als kleinebeete beteiligen uns an der Aktion 1000 Gärten von Life Food (Taifun), was das Ziel hat, die Anbaubedingungen und -chancen für heimisches Soja auszuloten.

Los ging alles Mitte Mai mit der Aussaat…

Soja (1) Soja (1)
Soja (1) Soja (1)

Und jetzt, gerade mal 16 Wochen später, sind die Pflanzen im Schnitt einen Meter hoch und tragen 10 Reihen Bohnen. Nach und nach werden nun die Blätter gelb und die Bohnen wachsen fleißig. Und dann wird geerntet und gezählt. Dann gibt es auch hier ein Update 😉

Soja (1) Soja (1)

Aufräumanleitung für die Libelle

Wir nutzen die Libelle als Treffpunkt und als Ort, an dem wir unser Gemüse erhalten. Damit die Libelle als Gemüseabholstation und Ort der Vergemeinschaftung funktioniert, muss dieser

  1. offengehalten (Stichwort: Schichtplan via Odonata-Kalender -> siehe Pad),
  2. am Leben gehalten (Stichwort: Vokü, Brunch, KaTee -> siehe Pad), und
  3. vor allem sauber gehalten werden.

Um Letztgenanntes soll es heute hier gehen. Dabei sind zwei Arten des Sauberhaltens zu unterscheiden:

Erstens ist der sorgsame Umgang mit Gemüsekisten und -säcken zu nennen. Wenn ihr Gemüse abholt, dann befreit (fast) leere Kisten vom Dreck und Resten (-> Biomüll) und stapelt diese unter den Tischen oder im Flur (vom Hauptraum aus durch die erste Tür und dann links; haltet den Durchgang zum Treppenhaus einigermaßen frei). Belasst die Säcke auf der Plane und entleert (fast) leere Säcke analog zu den Kisten. Hebt heruntergefallene Gemüsereste (v.a. Zwiebelschalen) vom Boden auf – nutzt ggf. den Handfeger.

Zweitens muss jede Woche (in der geliefert wurde), die Libelle wieder für die anderen Gruppen nutzbar gemacht werden. Dafür kann man sich im Pad melden, muss sich allerdings einen Schlüssel besorgen. Wer einen hat und wie ihr diese Person(en) erreichen könnt, steht natürlich auch im Pad. Was ist zu tun? Termin (meist Donnerstags nachmittag) bekanntgeben (-> Pad). Meist melden sich noch ein paar Menschen, die ihr Gemüse noch holen wollen. Gemüse, dass nicht abgeholt wird/wurde in eine Kiste packen und für die Vokü bereitstellen oder anderweitig an die Menschen bringen. Restliche Kisten leeren und im Flur (s.o.) stapeln. Auf den Durchgang achten! Die Tür zum Flur muss noch zu öffnen sein. Boden reinigen: dafür stehen Feger und im Büro (im Flur rechts) ein Staubsauber zur Verfügung. Tische abwischen. Müll rausbringen: Genau dafür muss die Tür freibleiben. Da könnt ihr gleich testen, ob ihr dran gedacht habt ;). Die Tonnen stehen im Hinterhof; lasst die Tür nicht zufallen, denn der Schlüssel schließt diese nicht.

    UPDATE 27.02.2017

Der (neue) Platz für nicht abgeholte Eier ist im Büro der Libelle, im hinteren Materialregal. Dort steht ein Schild „unabgeholte Julia-Eier“ (bitte liegen lassen). Wenn dort am Donnerstag noch Eier von vor zwei Wochen stehen, können diese weg (bei Vokü verschenken oder selber mitnehmen). Der normale Libellenschlüssel öffnet und schließt auch die Bürotür.

wo sind die Bäuerinnen?

Nun ist das das Projekt „Kleine Beete“ seit über 1 Jahr am Start und obwohl ich selber im
gärtnerischen Tun völlig abgetaucht bin, so holt mich meine politische Vergangenheit immer wieder
ein und so einige Fragen ploppen gerade wieder auf. Ein solidarisches Gartenprojekt, wie das der
„kleinen Beete“ aufzubauen und zu pflegen, ist wahrlich nicht nur eine ökonomische
Herausforderung. Vielmehr geht es um sensibles wahrnehmen eines jeden einzelnen Menschen.
ich komme ja nun recht viel mit dem Thema „solidarische Landwirtschaft“ in Kontakt und mir ist
aufgefallen das die Initiativen vorrangig männlich dominiert sind…..hmmm…….Ich maße mir nicht
an zu wissen woran das liegt, ich kann nur sagen das mich das etwas betrübt.

In meiner Zeit der Leipziger linken Szene hab ich gesehen was Menschen mit Räumen, Themen
und Projekten auf die Beine stemmen können, die geringster Mittel bedurften; und ich war immer
wieder zu tiefst beeindruckt. Das Thema gesunde Ernährung und gärtnern im allgemein blieb dabei leider immer wieder stark auf der Strecke. Dabei rede ich gar nicht von der vegan/vegetarischen Ernährungs- Kultur. Ich
meine vielmehr die Initiative selber gärtnerisch aktiv zu werden; Der Ernährungsindustrie entgegen
zu treten, Marktstrukturen aufzulösen und selber in vollen Kontakt zu seinen eigenen
Lebensmitteln zu treten. Ich möchte natürlich jeden dazu animieren gärtnerisch aktiv zu werden und (solidarisch) Menschen mit Gemüse zu versorgen, aber vielmehr möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Frauen
bzw. weiblich def. Menschen in diesem Bereich immer noch am wenigsten vertreten sind.
Mir ist es ein Anliegen in Leipzig und darüber hinaus, für Fragen und Beratung voll zur Verfügung
zu stehen. Ich bin (fast) gelernter Gärtner und nehme mir gerne Zeit, mit euch ein Konzept zum
solidarischen Gärtnern bzw. -gärtnern nach Eigenbedarf zu erarbeiten. Kostenfrei versteht sich von
selbst (bzw. Spende nach Bedarf). Da ich zeitlich stark eingebunden bin, ist die Flächensuche leider
dabei nicht möglich. Flüchtlingsgruppen betreue ich selbstverständlich auch sehr gerne in diesem
Bereich, insofern geringe Englischvoraussetzungen vorhanden sind bzw.  ein Dolmetscher (dies gilt
in erster Linie für mich,da mein englisch eher einfach gestrickt ist 🙂
Philipp, Gärtner der Kleinen Beete

Kürbisgnocchi mit roter Bete

Trotz oder wegen meiner Elternzeit komme ich gerade viel zum Kochen. Ein besonders leckeres Rezept, dass fast ausschließlich mit Erzeugnissen unseres Gartens auskommt, möchte ich euch jetzt nahelegen. Allein hab ich knapp 80min gebraucht – es empfielt sich also a) Zeit oder b) Freund_innen mitzubringen.

Beginnen wir mit den Kartoffeln und dem Kürbis. Ich habe 650g Kürbis und 350g Kartoffeln (jeweils geschält) genommen, jedes andere Verhältnis müsste man ausprobieren. Die Kartoffeln werden weichgekocht, den Kürbis kann man entweder im Ofen backen oder anbraten (wegen der Röstaromen). Für Faule geht aber auch mitkochen ;). Danach einen großen Topf mit Salzwasser ansetzen.

Kartoffeln und Kürbis noch heiß stampfen und mit 500g Mehl (ich hab Vollkorn-Weizen und -Dinkel genommen), 100g Hartweizengrieß und ein wenig Salz zu einem Teig verarbeiten. Das brennt immer ziemlich an den Fingern, weshalb ich erst mit der Küchenmaschine (mit Knethaken) vermenge und dann auf der Arbeitsfläche knete. Die zieht dann die Wärme recht bald aus dem Teig. Den Teig nun etwas ruhen lassen (5-10min).

Aus dem Teig Rollen formen; Durchmesser nach Bedarf. Je kleiner (ideal ist ca. 1,5cm Durchmesser) desto schöner sind die Gnocchi, desto länger dauert es aber auch. Die Rollen nun in kurze Stücke schneiden (ebenfalls am oben gewählten Durchmesser orientieren) und dann nach und nach in den Topf mit dem kochenenden Wasser geben. Ich drücke die Abschnitte noch kurz in der Hand zusammen, damit sie kugeliger werden.

Im siedenden Wasser gar ziehen lassen; wenn sie oben schwimmen, rausnehmen.

Die gewählte Menge reicht für ca. 6 Portionen.

Nun die ‚Sauce‘: eine rote Bete, eine Zwiebel und einen Apfel (alles ca. gleich groß, sonst Anzahlen anpassen) klein schneiden. Rote Bete und Zwiebel in einer großen Pfanne (da sollen später noch Gnocchi dazu) ca. 10min braten, dann der Apfel dazu und weitere 5min braten. Dann mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und die Gnocchi (ca. 1/3 der obigen Menge) zugeben. Verühren.

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Nun kann man nach Belieben anrichten und ggf. Käse oder – wie ich es getan hab – eine Meerrettich-Creme aus Meerrettich (ca. 50g) und sauerer Sahne (ca. 100g) darauf verteilen.

Guten Appetit!

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