Trotz oder wegen meiner Elternzeit komme ich gerade viel zum Kochen. Ein besonders leckeres Rezept, dass fast ausschließlich mit Erzeugnissen unseres Gartens auskommt, möchte ich euch jetzt nahelegen. Allein hab ich knapp 80min gebraucht – es empfielt sich also a) Zeit oder b) Freund_innen mitzubringen.

Beginnen wir mit den Kartoffeln und dem Kürbis. Ich habe 650g Kürbis und 350g Kartoffeln (jeweils geschält) genommen, jedes andere Verhältnis müsste man ausprobieren. Die Kartoffeln werden weichgekocht, den Kürbis kann man entweder im Ofen backen oder anbraten (wegen der Röstaromen). Für Faule geht aber auch mitkochen ;). Danach einen großen Topf mit Salzwasser ansetzen.

Kartoffeln und Kürbis noch heiß stampfen und mit 500g Mehl (ich hab Vollkorn-Weizen und -Dinkel genommen), 100g Hartweizengrieß und ein wenig Salz zu einem Teig verarbeiten. Das brennt immer ziemlich an den Fingern, weshalb ich erst mit der Küchenmaschine (mit Knethaken) vermenge und dann auf der Arbeitsfläche knete. Die zieht dann die Wärme recht bald aus dem Teig. Den Teig nun etwas ruhen lassen (5-10min).

Aus dem Teig Rollen formen; Durchmesser nach Bedarf. Je kleiner (ideal ist ca. 1,5cm Durchmesser) desto schöner sind die Gnocchi, desto länger dauert es aber auch. Die Rollen nun in kurze Stücke schneiden (ebenfalls am oben gewählten Durchmesser orientieren) und dann nach und nach in den Topf mit dem kochenenden Wasser geben. Ich drücke die Abschnitte noch kurz in der Hand zusammen, damit sie kugeliger werden.

Im siedenden Wasser gar ziehen lassen; wenn sie oben schwimmen, rausnehmen.

Die gewählte Menge reicht für ca. 6 Portionen.

Nun die ‘Sauce’: eine rote Bete, eine Zwiebel und einen Apfel (alles ca. gleich groß, sonst Anzahlen anpassen) klein schneiden. Rote Bete und Zwiebel in einer großen Pfanne (da sollen später noch Gnocchi dazu) ca. 10min braten, dann der Apfel dazu und weitere 5min braten. Dann mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen und die Gnocchi (ca. 1/3 der obigen Menge) zugeben. Verühren.

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Nun kann man nach Belieben anrichten und ggf. Käse oder – wie ich es getan hab – eine Meerrettich-Creme aus Meerrettich (ca. 50g) und sauerer Sahne (ca. 100g) darauf verteilen.

Guten Appetit!

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